Was ist Oekostrom?

Was ist Ökostrom?

Als Ökostrom bezeichnen wir elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen, wie z. B. Sonne, Wasser oder Wind. Ökostrom zeichnet sich dadurch aus, dass er auf umweltschonende Art und Weise gewonnen wird.

Dem Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen stehen Energieträger wie Kernkraft oder fossile Rohstoffe, wie z. B. Öl, Kohle und Erdgas, gegenüber.

Energie aus erneuerbaren Quellen gehört die Zukunft, da die fossilen Energiequellen unser Klima und die Umwelt stark belasten.

 

Welche Auswirkungen hat der Wechsel zu Ökostrom?

Mit Deinem Wechsel zu einem Ökostromanbieter erhöhst Du die Einspeisung sauberer Energie in das Stromnetz und verbesserst so den bundesweiten Strommix.

Bei der Erzeugung von Ökostrom entstehen, anders als bei Strom aus fossilen Energieträgern, keine oder nur verminderte CO2-Emissionen.

Im Vergleich zur Atomkraft entsteht bei der Produktion von Ökostrom kein Atommüll, der früher oder später entsorgt werden muss. Neben den generellen Risiken, die von Atomkraftwerken ausgehen, stellt die dauerhafte und sichere Lagerung von Atommüll ein weiteres Problem dar.

Man kann sich das gesamte Stromleitungsnetz (Verbundnetz) wie einen See vorstellen, dessen Wasserspiegel immer konstant gehalten werden muss. Die Verbraucher (wie z. B. Haushalte oder Unternehmen) entnehmen diesem See Strom, immer dann wenn sie ihn gerade benötigen. Die entnommene Menge Strom muss dem Stromsee zur gleichen Zeit an einer beliebigen Stelle wieder zugeführt werden, damit der „Wasserspiegel“ konstant bleibt, das ist für die Stabilität des Stromnetzes wichtig. Diese „Auffüllung“ des Sees übernehmen alle Stromproduzenten zusammen, in dem sie Strom in das Verbundnetz einspeisen.

Je mehr sauberer Strom in den „Stromsee“ eingespeist wird, desto weniger muss Strom aus herkömmlichen Energiequellen erzeugt werden – und damit wird der Strommix, also die Zusammensetzung des Stromsees, zunehmend sauberer.

Wie gefährlich ist herkömmlicher Strom?

Die von Atomkraftwerken ausgehenden Gefahren sind ein Aspekt. Als GAU bezeichnet man den „größten anzunehmenden Unfall“ und der Begriff steht eigentlich für die Sicherheit der Atomkraftwerke. Die Intention ist es, dass radioaktive Stoffe selbst im Falle eines GAU nicht aus dem Reaktor austreten dürfen – darauf sind die Kernkraftwerke allgemein ausgelegt.

Im Falle von Tschernobyl oder Fukushima ist jedoch vom Super-GAU die Rede. Ein Super-GAU ist nicht mehr beherrschbar und weitaus verheerender als ein GAU, da von ihm eine massive Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umwelt ausgeht.

Neben der Gefahr eines nuklearen Unfalls gibt es aber auch Umwelt- und Klimaspekte.

Ein Beispiel:

Jede in 2008 verbrauchte Kilowattstunde Strom verursachte durchschnittlich 0,508 kg CO2 und 0,0007 g Atommüll! Das hört sich zunächst nicht viel an, oder?

Der bundesweite Gesamtstromverbrauch lag 2009 bei 578,9 Terrawattstunden(*), das sind 578.900.000.000Kilowattstunden! Bundesweit sind aus dem halben Kilo ganze 294.081.200.000 kg CO2 geworden, die 7mg sind zu einem Atommüllberg von 405.230 kg herangewachsen!

Wohin mit dem ganzen Atommüll? Wie wollen wir die riesige Menge an CO2 kompensieren? Nur wenn der Anteil an Grünstrom zunimmt, können die unglaublichen Mengen an Atommüll und CO2-Emissionen reduziert werden, da jeder Ökostromkunde den Durchschnitt grüner macht!

*Quelle: de.wikipedia.org